EM Impressionen

Die Bogenschützen des SV Schnaitheim sind in vielen Aktivitäten rund um den Bogensport unterwegs. So werden bei den FITA Wettbewerbe im Blankbogen, Können und Schießleistungen bei den jährlich stattfindenden Kreismeisterschaften, Bezirksmeisterschaften und Landesmeisterschaften mit anderen Bogenschützen gemessen. Die Feldbogenmeisterschaften gehören für uns jedoch zu den Höhepunkten der Saison. Hier ist die eigentliche Domäne im Blankbogenschießen. Jährlich besuchen wir einige 3 D Tourniere oder Parcours in weiterer und näherer Umgebung.

Hintern "Wilden Kaiser"

Das Bogenjahr 2016 neigt sich dem Ende und wie es schon schöne Tradition geworden ist machten wir, d.h. 10 unentwegte Bogensportler sich auf den Weg ins ferne Österreich. Genauer gesagt, hintern "Wilden Kaiser" ins einzigartige Bogendorf Stuhlfelden. Und wie sollte es anders sein, wenn Engel reisen... Super Wetter, endlich mal kein Regen! Bei so mancher Meisterschaft, Wettkampf oder Turnier hatte ich schon Sorgen das mir Schwimmhäute wachsen. Wie so mancher Leidensgenosse triefnass feststellte: "Bogenschießen ist doch eine Wassersportart". Manchmal konnte man es glauben.

 

Abfahrt 13.00 Uhr an der Kirche - alle da! Die Autos wurden mit Gepäck vollgestopft. Nun sollte man denken, so ein Bogensportler hat ein Täschchen für den Bogen und das war`s. Weit gefehlt! Zu guter Letzt war alles verstaut, auch wenn nicht immer in dem Auto wo sein Besitzer oder Besitzerin saßen.

 

Autobahn - wir waren nicht allein. Irgendwann, mein Hintern fragte schon "sind wir bald da?" kamen wir im „Glämmerstädtchen“ Kitzbühl (Aufenthalt der Schönen und Reichen sagt man) an und machten erst mal eine gemächliche Stadtdurchfahrt. Man möchte ja alles sehen, konnten aber keinen der Schönen und Reichen entdecken. 30 min dauerte die Durchfahrt und wir haben natürlich ein paar Bilder mit unseren Smartphone machen. Gedankt sei den Stadtvätern für diese Baustelle, natürlich mit Ampelschaltung. Der erfahrene Österreichtourist kennt dies ja. Weitere 30 min später waren wir am Ziel. Hotel Flatscher in Stuhlfelden. Erst mal ein gemütliches Bierchen, dann Zimmerschlüssel. Zum Glück hatten die Wirtsleute uns aneinander grenzende Zimmer reserviert. Später saßen wir in der schön eingerichteten Birmstube (wo anders auch Zirbelkiefer) zum Abendessen. Bei 1, 2, 3… Bierchen wurden Geschichten vom Bogenschießen erzählt, Spekulationen zum morgigen Parcours zum Besten gegeben und so ging der Tag recht lustig zu Ende.

 

2. Tag – ordentliches Frühstück, strahlender Sonnenschein und auf Schusters Rappen ging es in den Parcours. Immer schön Bergauf. Noch 150 m und der Berg zog an. Einschießen und los ging es. 43 3D Ziele! Teilweise Wald teilweise Wiese und ein schönes Spiel mit dem Licht. Schätzen, messen - lieg ich richtig? Wir gaben alles! Jedoch der ein oder andere Pfeil wurde zum Gesellschaftsspiel. Was beim Polo das Zutreten von Löcher im Rasen ist, ist beim Bogenschießen in Wald und Flur das Pfeile suchen. Manch ein Pfeil blieb in Stuhlfelden, aber wir fanden auch einige verirrte Pfeil von unbekannten Schützen. Im Parcours gibt es zwei Labstationen, die wir auch dankbar annahmen. Am späten Nachmittag war die ganze Schar etwas Fußlahm wieder im Hotel. Ein paar Unentwegte gingen noch auf einen anderen 24 Ziele Parcours. Super gestellt aber schwieriger. Viele Bergauf- und Bergabschüsse, über Gebirgsbäche hinweg und in dunkle Gebüschtunnel hinein. Super! Jedenfalls gab es am Abend viel zu erzählen. Die Unentwegten mussten berichten, es wurde fachgesimpelt und wie immer zu diesen Anlässen der einen oder anderen Pfeil analysiert.

 

3. Tag – es regnet. Regen hatten wir dieses Jahr genug und so haben wir uns entschlossen wieder die Schwäbische Alb aufzusuchen und den Alpen für dieses Jahr den Rücken zu kehren.

 

Fazit: ein schöner gelungener Ausflug.

 

Tschüß bis nächstes Jahr. Bleibt schön neugierig oder besucht uns mal im Schützenverein Schnaitheim.

 

Euer Andy

 

 

 

Wenn Einer eine Reise macht,

dann hat er was zu erzählen. Wenn viele eine Reise tun, wird ein Event daraus.


So geschehen Ende September des Jahres 2015. An diesem wunderschönen Wochenende machten sich eine Bogenschützin und weitere 8 Bogenschützen in das ferne Österreich auf. (Tirol) Genauer nach Oberweissbach, dem 3-D-Bogenschießen zu frönen.

 

Nach "wochenlanger aufreibender Vorbereitung" und etlichen Telefongesprächen, bei dem auch mal, natürlich rein versehentlich, eine gut deutsch sprechende Dänin erklärte: dass man doch besser dran wäre, wenn man für Österreich eine Null in der Vorwahl mehr eintippt, man auch in Österreich rauskommt, war das Quartier gebucht. (da bekommt die Null am Anfang gleich eine gehobene Stellung) Herzal-Alm - na ja! Da schauen wir mal. Drei Parcours a 15 Ziele locken dann doch.

 

Da Bogenschützen im Allgemeinen dem Umweltschutzgedanken im Besonderen nahe stehen, haben wir Fahrgemeinschaften gebildet. Zwei Autos, Treffpunkt Freitag 13.00 Uhr an der Kirche. Super alles klar, simpel leicht zu verstehen. 13.00 Uhr alle da. (auch die Kirche) Einer fehlt. 13.15 Uhr alle da - Einer fehlt immer noch. Dem Handyzeitalter sei Dank. Frage: He, wo bleibst du? (Acht stecken die Köpfe zusammen und folgen gespannt dem etwas krächzenden Handylautsprecher.) Antwort: Äh - Pause - ist das heute? Äh - Pause - bin noch im Geschäft. ("Ein Plan hält so lange bis er auf den Feind trifft" hatte ein amerikanischer General wohl mal philosophiert.) Also umdisponieren. Ein Auto fährt, das Andere holt den Zu - Spät - Kommer ab. Die Vorfreude war ungetrübt und das erste Bier am Abend gesichert.

 

Oberweissbach, nicht gerade eine Metropole. Nachdem das Navi im ersten Auto etwas die Gegend zeigen wollte und den Nachbarort ansteuerte kamen wir mit geringem Zeitunterschied auf der wunderschönen Herzal-Alm an. Mit den Worten: "Hast du dir die Bude mal angesehen" wurde das Organisationsbüro, sprich Ich empfangen. Oh Schreck - bei den Worten kommt alles hoch was man an unliebsamen Eindrücken von Quartieren je gehört, gelesen oder erlebt hat. Nur Sekundenbruchteile kam zum Glück der zweite Satz hinterher. Na ja kein ganzer Satz nur ein Wort: "Affengeil"! Uns erwartet ein traditionelles Haus für 12 Personen. (Drei Bäder, zwei Küchen, Wohnstube natürlich Zirbelkiefer und Kachelofen usw. - wie der nach Rast hungernde Wanderer oder Entspannungsstreß suchende Bogenschütze es sich in der Alpengegend so vorstellt.) Nachdem jeder sein Bett gefunden hatte ging`s zum Abendessen. Im Haupthaus hatte unser Wirt alles vorbereitet. Ich bin der Andi stellte er sich reichlich locker vor. (Ist in Österreich so üblich habe ich mir sagen lassen.) Also stellten wir uns auch vor. Gestatten: Alina, Nick, Marcus, Michael, Julian, Klaus, Gerhart, Wilfried, auch Andi. Der Andi (österreichische) blieb seiner Linie treu und nahm es locker. "Schreibt mal alles auf was ihr so trinkt und esst, abgerechnet wird am Sonntag. Ein Schriftführer wurde bestimmt und so ging der erste Abend bei reichlich Abendessen und Trinken mit viel Erzählungen und Geschichten über vergangene 3-D-Tourniere schnell vorüber.

 

Frühstück 07.30 Uhr. Ein Stöhnen ging durch die Reihen der U 25.

 

Zum Frühstück waren alle pünktlich, danach ging`s zum Einschießplatz und 09.00 Uhr in den ersten Parcours. Wolfsrudel - bergab - 28 Meter. Keiner wollte sich am ersten Ziel palmieren, konzentriert flogen unsere Pfeile den Bestien auf den Pelz. Jeder Pfeil ein Treffer. Gelöste Stimmung, weise Sprüche und weiter ging`s. Im gleichen Stil, mit mehr oder weniger Erfolg, erlegten wir Wisent, Hirsch, Wildschein, Gämsen, fliegende Eulen und das ein oder andere Raubtier in Form von Bär und Luchs. Das Abendessen war gesichert - ein urzeitliches Jägerfeeling kam auf. Zwischendurch etwas Schützenwasser mit reichlich Schützengeist erhöhte die Trefferrate wieder spürbar und sorgte beim Träger für Erleichterung da nun auf mehrere verteilt. Etwas Fußlahm vom Bergauf und -ab kehrten wir nach sieben Stunden und drei Pfeilen ärmer wieder beim Andi ein und wurden prompt mit Kaffee, Kuchen, Buttermilch und allem was das Herz noch so begehrt belohnt. Ein super Bogentag mit wunderschönem Wetter und grandioser Alpensicht ging zu Ende. Am Abend wurde der Tag noch ausreichen zusammengefasst und alle waren sich einig am Sonntag wenigstens einen Parcours noch einmal zu schießen.

 

Andi wie immer locker verschob unseren Auszug kurzerhand nach hinten. Also zogen wir am Sonntag noch einmal auf "Bogenjagd". Nach einem guten Mittag ging es zurück in die Heimat. Alle waren sich einig, "das machen wir wieder." Ob nun auf der Herzal-Alm oder auf einem anderen Parcours, für die Vereinsstimmung war dieser Ausflug eine gelungene Sache.

 

Die Herzal-Alm bleibt den beteiligten Bogenschützen wohl für immer im Gedächtnis.

Und ist immer eine Reise wert.


Euer auch Andi

 

Mal was Anderes

Am 18.10.2014 sind wir auf Abwege geraten. Wir haben das Training mit Pfeil und Bogen gegen kleine Plastikscheiben eingetauscht und den Disc-Golfer in Söhnstetten einen Besuch abgestattet. Das Wetter war herrlich und irgendwie kam das Gefühl von Feldbogenschießen auf. Mirja und Thomas haben uns in die Wurftechnik und deren Feinheiten eingewiesen. Wir bekamen eine Annäherungsscheibe und einen Putter. So ausgerüstet und mit vielen aufmunternden Sprüchen auf den Lippen ging es auf den Parcours. Anfänglich sah das ganze gar nicht so schwierig aus: „Was ist dass schon - so eine Scheibe in den Korb zu werfen“. Nachdem die ersten Scheiben statt am Korb liegen zu bleiben, es bevorzugten den Berg herunter zu rollen und der Abstand zum Korb danach größer war als am Anfang sahen wir das anders. Schnell war unser Ergeiz geweckt, die Scheibe mit Part zum Korb zu bringen. Leider benötigten wir in etwa die doppelte Anzahl. Wir kämpften mit Hindernissen wie rollenden Scheiben, kreuzenden Winden, abgegitterten Wasserschächten, Gegenlicht, Bäume und Sträucher die da plötzlich rumstanden und Sprüchen wie: „Kleb dir eine Briefmarke drauf, dann kommt sie vielleicht an“. Auf jeden Fall war es ein gelungener Ausflug. Keiner bereute an diesem Samstag den Bogen gegen die kleinen Plastikscheiben eingetauscht zu haben.

Abends ging’s noch zum Italiener. Die Pizza haben wir uns verdient!

 

Vielen Dank nochmals an Mirja und Thomas.

Bogenschießen für Jedermann und -frau am Öffentlichkeitstag 07.09.2014